PDA

Der Personal Digital Assistant, kurz PDA genannt, ist ein handflächengroßer Taschencomputer für den Geschäftsmann auf Reisen. Die kleinen Computer sind mit Adressen-, Termin- und Aufgabenverwaltung sowie einem Notizbuch ausgestattet, dazu kommen Taschenrechner, Fax- und Emailprogramme. Sie haben außerdem eine Anbindung an den heimischen PC und oft einen drahtlosem Internetanschluss per WLAN. Bedient werden viele klassische PDAs per Stift über einen Touchscreen, dazu kommt oft eine integrierte Handschriftenerkennung. Modernere PDAs haben oft eine kleine Tastatur. Etliche Aufrüstungen haben den PDA von einer reinen Business-Anwendung zu einem mobilen Multifunktionsgerät weiter entwickelt. Hat der PDA einen integrierten oder externen GPS-Empfänger und die dazugehörige Navigationssoftware kann er auch als Navi genutzt werden. Dank preiswerter Paketangebote aus Navigations-Software und PDAs mit integriertem oder externem GPS-Empfänger sind die Mini-Rechner damit eine Alternative zum separaten Navigationssystem. PDAs können auch als mobiler Musik- oder Video-Player eingesetzt werden. In den Frühzeiten des PDA konnten diese meist nur per Kabel ihre Daten mit dem heimischen PC austauschen, die modernen PDAs kommunizieren mit dem Bürorechner über eine Bluetooth-Schnittstelle. Die Geschichte der PDAs beginnt im Jahr 1993: Mit dem “EO440″ beziehungsweise “880″ von AT&T, dem “Amstrad 600″ und dem “Newton MessagePad” von Apple kamen die ersten, noch vergleichsweise großen PDAs auf den Markt. Im Jahr 1996 ging US Robotics mit kleinen Geräten namens “Pilot” auf den Markt – sie wurden später unter der Bezeichnung “Palm” berühmt. Heute ist der klassische PDA eine eher im Rückgang begriffene Computergattung, auf dem Markt sind Geräte dieses Typs nicht mehr so stark gefragt wie früher: Die Zukunft scheint der Weiterentwicklung Smartphone zu gehören – je nach Sichtweise ein PDA mit Handy-Funktion oder ein zum mobilen Allzweck-PDA aufgerüstetes Handy. Denn die immer bessere Miniaturisierung und andere technologische Neuerungen führten dazu, dass die Grenzen zwischen Mobiltelefon und PDA immer stärker verschwimmen. Hersteller bieten heute Mobiltelefone mit vielen traditionellen PDA-Funktionen an, die sogenannten Smartphones so wird die Abgrenzung zum Smartphone wird immer schwieriger. Die von Marktforschern getroffene Unterscheidung, dass ein Smartphone vornehmlich zum Telefonieren, ein PDA vorwiegend zum Organisieren diene, ist da nicht wirklich hilfreich. In deutschen Publikationen geht man mitunter schon mal so weit, ein Smartphone kurzerhand als “PDA mit Telefonfunktion” zu bezeichnen, in englischen gilt manchen Autoren die Handyfunktion als fester Bestandteil des PDA. Beim Kauf eines PDAs oder des weiterentwickelten Smartphones gelten grundlegend andere Gesetze als beim Kauf eines PC: Die PC-Verkauf funktioniert nach dem Motto: Immer mehr ist immer mehr: Angeboten wird eine steigende Zahl von Programmen und Funktionen, von denen die meisten in der Regel nicht genutzt werden, die aber insgesamt einen breiten Käuferkreis erschließen. Beim Kauf eines Taschencomputers gilt es dagegen, genau zu überlegen, wozu man ihn eigentlich braucht – er ist ein eher individuell ausgelegtes Gerät. Die Größe des Taschen-Computers erlaubt keine unbegrenzte Zahl von Anwendungen. Man kauft also prinzipiell eine begrenzte Zahl von Anwendungen und muss beim Kauf selbst entscheiden, welche dringlich sind. Und auch die Anwendungen fallen bei den jeweils unterschiedlichen Geräten unterschiedlich aus. Bedenkenswert sind – ob Smartphone oder PDA, auch technische Fragen wie Akku-Laufzeiten – was nutzt schließlich das schönste Multi-Funktionsgerät, wenn unterwegs plötzlich der Akku leer ist.